Exklusivinterview mit Concept Laser GmbH

Phillip Paul 3. April 2015 0
Exklusivinterview mit Concept Laser GmbH

Auf das heutige Interview freue ich mich ganz besonders, da ich Einblicke in einen äußerst fortschrittlichen und erfolgreichen deutschen Mittelständler im Bereich des „3D-Drucks“ von Metallen bekommen werde. Concept Laser aus Lichtenfels ist der Pionier auf dem Gebiet der Laserschmelz-Technologie, die in Anlagen weltweit zum Einsatz kommt. Die Lichtenfelser nennen ihr Verfahren LaserCUSING. Gründer und Geschäftsführer Frank Herzog hat zusammen mit seiner Frau ein Unternehmen mit nunmehr über 100 Mitarbeitern aufgebaut.

Angekommen in Lichtenfels empfängt mich Daniel Hund, Marketing Manager bei Concept Laser. Ich bin zunächst sehr beeindruckt von der modernen Gestaltung der Gebäude, habe ich mir doch eher den Werkstattflair eines Start-up-Unternehmens vorgestellt. Die Anmutung des Standorts ist überwiegend hell und freundlich mit kräftigen Akzenten in Orange, der Farbe des Unternehmens. Macht was her denke ich mir. Auch die Exponate und Bauteilbeispiele sehen großartig aus und sind gut präsentiert. Daniel Hund bringt mir sehr angenehm und offen die Philosophie von Concept Laser näher. Er lädt mich auch gleich zu einem Rundgang ein und ich kann die modernen Fertigungshallen mit den neuesten Laserschmelzanlagen in Augenschein nehmen. So sieht es also aus „Inside Concept Laser“.

Was auffällt, ist, dass die Kapazitäten erheblich vergrößert werden am Standort Lichtenfels. Toll zu sehen. Ich denke, ich bekomme ein Gefühl für das Unternehmen. Neugierig, offen, ehrgeizig, aber auch bodenständig, so wie es sein soll. Frank Herzog ist gut gelaunt und wir können beginnen. Ich freue mich.

Interview mit Frank Herzog – Concept Laser GmbH

3D-Drucken.de: Herr Herzog, Sie haben zusammen mit Ihrer Frau eine Pionierleistung im Bereich des Laserschmelzens vollbracht und Ende 2001 in Frankfurt als weltweit erstes Unternehmen eine Anlage zum „3D-Druck“ von Metallen präsentiert. Erzählen Sie uns, wie das alles anfing?

Frank Herzog: Also nichts war geplant. Es fing alles damit an, dass meine Frau, die ich an der Universität kennengelernt habe, mir vorschlug in den Semesterferien im Betrieb ihrer Familie zu arbeiten. Die Hofmann-Gruppe bestand damals aus einem klassischen Werkzeugbau und einem Modellbau. Das Angebot habe ich natürlich angenommen. Allerdings wollte ich nicht in den Werkzeugbau, sondern in den Modellbau, der sich mit „Industrial und Rapid Prototyping“ beschäftigt. Der Onkel meiner Frau, Robert Hofmann, leitet diesen sehr innovativen Modellbau. Er hat mir gleich den ganzen Betrieb gezeigt. Der Modellbau Hofmann ist Anfang der 1990iger Jahre als eigenständiges Unternehmen gegründet worden. Dort fand ich es sehr interessant, zu sehen, dass Schichtbauverfahren für die Verarbeitung von Kunststoffen verwendet wurden, Lasersintern also.

3D-Drucken.de: Sie sind ausgebildeter Industriemechaniker, lag da der Gedanke nahe, Metalle auch auf diese Art verarbeiten zu wollen?

Frank Herzog: Genau, ich dachte mir: Mensch ist das toll, wenn das mit Kunststoff geht, warum geht das nicht mit Metall? Robert Hofmann gab mir zu bedenken, dass es heutzutage dafür noch keine passenden Laser gäbe, irgendwann vielleicht schon. Das waren damals Fakten. Und dann kam mir der Gedanke, dass ich dieses spannende, und noch nicht bearbeitet Thema doch auf einem akademischen Niveau angehen könnte …

Das vollständige, illustrierte Interview zwischen 3D-Drucken.de und Concept Laser GmbH kann hier als PDF heruntergeladen werden:

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Über Concept Laser GmbH:

Die Concept Laser GmbH ist ein eigenständiges Unternehmen aus Lichtenfels (D). Das Unternehmen ist seit seiner Gründung im Jahre 2000 treibender Innovator auf dem Gebiet der Laserschmelz-Technologie mit dem patentierten LaserCUSING® branchenübergreifend tätig.

Der Begriff LaserCUSING®, zusammengesetzt aus dem C von CONCEPT Laser und dem englischen FUSING (vollständig aufschmelzen) beschreibt die Technologie: Das Schmelzverfahren generiert Schicht für Schicht Bauteile unter Verwendung von 3D CAD Daten. Das Verfahren ermöglicht es, komplexe Bauteilgeometrien werkzeuglos zu fertigen, um Geometrien als Bauteile zu realisieren, die mit konventionellen Herstellmethoden nur sehr schwierig oder überhaupt nicht herstellbar sind.

Mit dem LaserCUSING®-Verfahren können sowohl Werkzeugeinsätze mit konturnaher Kühlung, als auch Direktbauteile für die Branchen Schmuck, Medizin, Dental, Automotive, Luft- und Raumfahrt gefertigt werden. Dies gilt für Prototypen und Serienteile.

Angeboten werden Standardanlagen und kundenspezifische Anlagenkonzepte für das Metall-Laserschmelzen. Full-Service als Option bedeutet für Concept Laser: Die Kunden können Anlagen beziehen zum Metall-Laserschmelzen oder direkt auf Dienst- und Entwicklungsleistungen zurückzugreifen.

Die Laserbearbeitungsanlagen von Concept Laser verarbeiten Pulverwerkstoffe aus Edelstahl, Warmarbeitsstählen, Kobalt-Chrom-Legierung, Nickelbasislegierung, sowie reaktive Pulverwerkstoffe, wie Aluminium- und Titanlegierungen. Edelmetalle wie Gold- oder Silberlegierungen für die Schmuckherstellung werden auch angeboten.

LaserCUSING® eröffnet neue Perspektiven in puncto Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit zur effizienteren Produktentwicklung in Branchen wie:

• Schmuck
• Medizin- und Dentaltechnik
• Luft- und Raumfahrtindustrie
• Werkzeug- und Formenbau
• Automobilbau und Rennsport
• Maschinenbau

Die Anlagen verkürzen die Entwicklungszeiten und reduzieren deutlich die Entwicklungskosten, bei einer deutlich höheren Flexibilität in der Produktentwicklung.

Die hohen qualitativen Ansprüche, das Niveau der Erfahrung und die Referenzen von Concept Laser stehen für prozesssichere und kosteneffektive Lösungen, die im Produktionsalltag ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und primär auf Stückkostenreduktionen ausgerichtet sind.

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